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Historische Landkarten Deutschland![]() Johann Baptist Homann, 1720 Höllandische Kartographen dominierten im 17. und Franzosen und Engländer im 18. Jahrhundert. Die deutschen Verleger von Landkarten und Atlanten waren durch die Zersplitterung Deutschlands in unzählige Königreiche und kleine Fürstentümer - jedes mit eigenen Steuern und Zöllen - benachteiligt. Trotzdem konnten die deutschen Kartographen sich aufgrund eines hohen technischen Standards behaupten. Die Herstellung von Landkarten war vor allem in Köln, Nürnberg und Augsburg zu Hause. Hartmann Schedel 1440-1514Hartmann Schedel wurde in Nürnberg als Sohn eines reichen Kaufamnns geboren. Schedel lehrte und studierte Rechtswissenschaften und später Medizin an verschiedenen Universitäten. Als Verleger wurde er mit der Weltchronik berühmt. Sie wurde in den Jahren 1493 und 1497 in Latein und deutsch veröffentlicht. Diese Chronik enthielt über 2000 Holzschnitte, die von Michael Wolgemuth und William Pleydenwurff angefertigt wurden. Man nimmt an, dass der damalige Lehrling Albrecht Durer am Entstehen dieser Holzschnitte aktiv beteiligt war. Sebastian Munster 1489-1552Sebastian Munster wurde in Ingelheim in Deutschland geboren und starb in Basel in der Schweiz. Munster war Mathematiker, jüdischer Gelehrter und Kartograph. Im Jahr 1540 veröffentlichte er die Geographica nach Ptolomäus und im Jahr 1544 die Cosmographia mit mehr als 500 Holzschnitten. Die Cosmographia wurde insgesamt zwischen 1544 und 1628 auf deutsch in 46 Auflagen herausgegeben. Dazu kamen noch mehrere Editionen in lateinischer, französischer und italienischer Sprache. Sebastian Munster wurde Professor für Hebräisch an der Universität von Heidelberg und später an der Universität von Basel. Er starb im Jahr 1552 an der Pest. Unterschiedliche Schreibweisen: Sebastian Münster, Sebastian Muenster Franz Hogenberg 1535-1595Frans Hogenberg, ein Grafiker, arbeitete in Köln, wo er auch starb. Seine Landkarten und Stadtansichten waren sehr zahlreich. In Zusammenarbeit mit Braun, einem Verleger, schuf er im Jahr 1572 die ersten 4 Bände der Civitates Orbis Terrarum. Der fünfte und sechste Band wurde von Simon van den Neuwel (Novellanus) geschaffen. Unterschiedliche Schreibweisen: Frans Hogenberg Georg Braun 1541-1622![]() from Civitates Orbis Terrarum Georg Braun war Theologe und der Herausgeber der Civitates Orbis Terrarum, einer Sammlung von Stadtansichten aus der ganzen Welt. Sie wurde in sechs Bänden zwischen 1572 und 1617 veröffentlicht. Die Civitates Orbis Terrarum waren offensichtlich als Begleitwerk zu dem Theatrum Orbis Terrarum von Abraham Ortelius gedacht. Grösse und Gestaltung waren dem Werk von Ortelius sehr ähnlich. Johann Bussemacher active ca. 1600Johann Bussemaker arbeitete in Köln als Grafiker und Verleger. Im den Jahren 1594 und 1608 veröffentlichte er einen Atlas, der von dem Kartographen Matthias Quad geschaffen wurde. Unterschiedliche Schreibweisen: Bussemaker, Johannes Bussemacher, Buxemacher, Bussenmecher, Johan Matthias Quad 1557-1613Matthias Quad war Kartograph und stammte aus Köln. Er schuf zwei Hauptwerke, Europae tolius orbis terrarum, im Jahr 1592 veröffentlicht und Geographisch Handtbuch, ein kleiner Foliant aus dem Jahr 1600. Sein Verleger war Johann Bussemaker. Unterschiedliche Schreibweisen: Matthew Quad Johann Baptist Homann 1663-1724Johann Baptist Homann wurde in Nürnberg geboren und verbrachte dort sein ganzes Leben. Im Jahr 1702 gründete Johann Baptist Homann eine Verlagsgesellschaft für Landkarten. Im Jahr 1715 wurde er zum kaiserlichen Geographen am Hofe von Karl V ernannt. Homann unterbat die Preise der holländischen und französischen Verleger und wurde im Deutschland des 18. Jahrhunderts der bedeutendste Herausgeber von Landkarten und Atlanten. Homanns Firma wurde von seinen Erben unter dem Namen Homanns Erben weiter geführt. Unterschiedliche Schreibweisen: John Baptist Homann Matthias Seutter 1678-1757Matthias Seutter wurde in Augsburg geboren. Er fing als Lehrling bei Johann Baptist Homann an. Im Jahr 1707 gründete er seine eigene Druckanstalt in Augsburg. Matthias Seutter produzierte Landkarten, Globen (ab 1710) und Atlanten (ab 1728). Er wurde zum offiziellen kaiserlichen Geographen von Kaiser Karl V ernannt. Nach seinem Tode führte sein Sohn Albrecht Karl (1722-1762) und sein Schwiegersohn Conrad Tobias Lotter sowie G.B.Probst die Firma weiter. Um 1757/58 wurde Lotter der Alleineigentümer. Er entferte den Namen Seutter von allen Originalplatten und ersetzte ihn durch seinen eigenen. Unterschiedliche Schreibweisen: Matthaeus, Matthäus, Matthaus Seutter Das Copyright für die Bilder auf dieser Web Seite ist Eigentum des/der Künstler(s) und/oder der artelino GmbH und/oder eines Dritten. Vervielfältigung, öffentliche Wiedergabe und jegliche kommerzielle Nutzung dieser Bilder, als ganzes oder in Teilen, erfordern die ausdrückliche schriftliche Zustimmung des/der Künstler(s) und/oder der artelino GmbH. . |
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