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Munakata Shiko - 1903-1975Munakata Shiko ist einer der bedeutendsten modernen japanischen Künstler des 20. Jahrhunderts. Sein künstlerisches Lebenswerk besteht aus Gemälden, Grafiken, Keramiken und Kalligraphie. Wenn man sich seinen Stil ansieht, die Art wie er Kunst "produziert" und seinen Ruhm, dann könnte man versucht sein, ihn als den japanischen Picasso des 20. Jahrhunderts zu sehen. In Aomori geborenMunakata Shiko wurde als Sohn eines Schmiedes in der Präfektur von Aomori im Norden der japanischen Hauptinsel geboren. Seine ersten Schritte als Maler waren autodidaktisch. Später im Jahr 1924 ging er nach Tokyo um dort Kunst zu studieren. Drei Jahre nach dem Tode des Künstlers hat die Stadt Aomori das Munakata Shiko Memorial Museum of Art eröffnet. Die Web Site des Museums ist in japanisch, hat aber eine Seite mit einer Beschreibung des Lebenslaufs des Künstlers auf englisch. Banga - Bild von einem HolzblockIm Alter von 23 Jahren sah Munakata Shiko einen Holzschnitt von Sumio Kawakami und beschloss es mit diesem Medium selbst zu probieren. Unter der Anleitung von Hiratsuka Unichi lernte er die Kunst des Moku-hanga - des Holzschnitts kennen. Drei Jahre später stellte er 4 Holzschnitte bei der Shunyokai Ausstellung aus. Von jetzt an war Munakata Shiko vorwiegend ein Hanga Künstler - ein Grafik Künstler. Er machte mit den Ausstellungen weiter und nach und nach wurde er in Japan bekannt. Nach dem Ende des 2. Weltkriegs wurde der Künstler auch ausserhalb Japans berühmt. Seine Arbeiten wurden auf der Grafikausstellung in Ligano im Jahr 1952, der Sao Paulo Biennale im Jahr 1955 und der Venedig Biennale im Jahr 1956 gezeigt. In jeder dieser Austellungen erhielt er erste Preise. Nach diesen erfolgreichen Ausstellungen ging Munakata in die USA, wo er an verschiedenen Universitäten lehrte und zahlreiche Einzelausstellungen hatte. Munakata nannte seine Grafiken nicht Hanga sondern Banga, was sich am besten mit "Bild von einem Holzblock" übersetzen lässt. Der Zen BuddhistMunakata Shiko war praktizierender Buddhist. Viele seiner Grafken und Bilder zeigen religiöse Themen. Andere Motive kommen aus japanischen Legenden oder aus der Natur. Munakatas Grafiken sind grösser als die traditionelle japanische Grösse oban ( 25.4 x 38 cm ). Mit seinen grossformatigen Drucken folgte er dem Beispiel der westlichen Künstler und dem Geschmack der westlichen Käufer. Japanische Wohnungen sind zumeist klein und haben wenig Wände an denen sich Bilder aufhängen lassen. Aus diesem Grund bevorzugen die japanischen Käufer die kleineren Grössen. Die meisten Munakata Grafiken sind in schwarz und weiss und damit nichts für farben-orientierte Menschen. Die vom Künstler benutzten Techniken sind der Holzschnitt und auch Lithographien. Munakata Shiko arbeitete so wie Picasso - spontan, schnell und extrem produktiv. Medaillen, Ehrungen und AuszeichnungenGegen Ende seines Lebens wurde Munakata Shiko mit öffentlichen Ehrungen überschüttet. Es würde langweilig werden, sie alle aufzuzählen. Der Künstler starb im Jahr 1975 im Alter von 72 Jahren in Tokyo. Zum Zeitpunkt als dieser Artikel geschrieben wurde (Mai 2002), kündigte das Philadelphia Museum of Art eine grosse Munakata Retrospective vom 27. Juli bis zum 10. November 2002 an. Die Ausstellung wurde vom Munakata Museum, dem Philadelphia Museum of Art und dem Los Angeles County Museum of Art organisiert. Literaturquellen für diese Munakata Shiko Biographie
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